Narbentherapie
nach dem Liedler-Konzept
Wenn Narben mehr beeinflussen als man vermutet
Narben erzählen Geschichten
Geschichten von Heilung, Veränderung und Neubeginn.
Gleichzeitig können sie den Körper oft noch lange nach einer Operation, Verletzung oder Geburt beeinflussen. Spannungsgefühle, Bewegungseinschränkungen, Schmerzen oder ein verändertes Körpergefühl stehen nicht selten in Zusammenhang mit Narbengewebe.
In meiner Praxis in Berlin-Tempelhof arbeite ich nach dem Liedler-Konzept, weil es den Blick nicht nur auf die sichtbare Narbe richtet, sondern auf die tieferliegenden Gewebeschichten und deren Beweglichkeit. Ziel der Behandlung ist es, Verklebungen und Verwachsungen gezielt zu behandeln und dadurch den Körper in seiner natürlichen Bewegungs- und Anpassungsfähigkeit zu unterstützen.
Die Behandlung erfolgt achtsam, individuell und mit viel Sensibilität für die persönliche Geschichte, die jede Narbe mit sich bringt.
Warum Narben Beschwerden verursachen können
Eine Narbe betrifft nicht nur die sichtbare Hautoberfläche. Auch tieferliegende Gewebeschichten, Faszien, Muskeln und Nerven können durch die Narbenbildung beeinflusst werden, denn im Heilungsprozess entstehen meist Verklebungen (Adhäsionen) zwischen den verschiedenen Gewebeschichten, die die natürliche Verschiebbarkeit des Gewebes einschränken. Dadurch können Spannungen entstehen, die sich auf andere Bereiche des Körpers übertragen und Beschwerden wie Bewegungseinschränkungen, Schmerzen oder ein verändertes Körpergefühl begünstigen.
Mögliche Folgen können sein:
- Spannungs- und Zuggefühle
- Bewegungseinschränkungen
- Schmerzen oder Empfindungsstörungen
- Taubheitsgefühle oder Überempfindlichkeit
- Beschwerden im Rücken, Becken oder Bauchraum
- ein Gefühl, „nicht mehr ganz im eigenen Körper zu sein“
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Beschwerden im Bereich des Beckenbodens
- Verdauungsbeschwerden oder ein Spannungsgefühl im Bauchraum
Diese Beschwerden können erst Wochen, Monate oder sogar Jahre nach dem eigentlichen Eingriff auftreten.
Für wen ist Narbentherapie geeignet?
Die Narbentherapie kann bei vielen Formen von Narben sinnvoll sein, insbesondere nach:
Kaiserschnitt
Für viele Frauen ist ein Kaiserschnitt ein wichtiger und oft emotionaler Einschnitt. Auch wenn die äußere Narbe gut verheilt erscheint, können Spannungen im Bauchraum, ein verändertes Körpergefühl oder Beschwerden im Beckenbereich bestehen bleiben. Eine gezielte Narbenbehandlung kann helfen, die Beweglichkeit des Gewebes zu verbessern und die Verbindung zum eigenen Körper wieder zu stärken.
Bauchoperationen
Nach Operationen im Bauchraum können ebenfalls Spannungen durch Verklebungen ( peritoneale Adhäsionen) entstehen. Die Narbentherapie nach dem Liedler-Konzept ermöglicht eine gezielte Behandlung dieser Verklebungen.
Brustoperationen und Brustkrebsbehandlungen
Nach einer Brustoperation benötigen Körper und Psyche häufig Zeit, um sich neu zu orientieren. Eine behutsame Narbenbehandlung kann dazu beitragen, Spannungsgefühle zu reduzieren, die Beweglichkeit zu fördern und das Körperempfinden positiv zu unterstützen.
Geburtsverletzungen
Narben nach Dammriss, Dammschnitt oder anderen Geburtsverletzungen können Beschwerden verursachen und das Wohlbefinden beeinträchtigen. Die Behandlung erfolgt besonders achtsam und orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen jeder Frau.
Gelenkoperationen
Die Narbentherapie kann selbstverständlich auch nach allen Gelenkoperationen angewendet werden.
Wie läuft die Behandlung ab?
Zu Beginn steht ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte und die Entstehung der Narbe. Anschließend betrachte und untersuche ich die betroffenen Gewebebereiche, um mögliche Spannungen, Bewegungseinschränkungen und Verklebungen zu erkennen.
Mit der Narbentherapie nach dem Liedler-Konzept arbeite ich mit speziellen manuellen Techniken und gezielten Mobilisationen.
Ziel ist es, das Gleitverhalten der einzelnen Gewebeschichten zueinander zu verbessern und die durch die Narbenbildung entstandenen Einschränkungen zu behandeln.
Dabei erhält der Körper Impulse, mit denen er gezielt Verklebungen abbauen kann.
Die Behandlung erfolgt schonend und ohne Verletzung des Gewebes.
Viele Patientinnen berichten nach der Behandlung von einem freieren Bewegungsgefühl, einer verbesserten Gewebeelastizität und einer Entlastung im Narbenbereich. Auch Spannungsgefühle und funktionelle Beschwerden in anderen Körperregionen können sich positiv verändern. Zudem kann sich die Atmung wieder freier entfalten und das Körpergefühl insgesamt harmonischer werden.
Eine Narbe muss nicht zwangsläufig Beschwerden verursachen. Wenn sie jedoch Spannungen, Bewegungseinschränkungen oder ein verändertes Körpergefühl hinterlässt, kann eine gezielte Narbentherapie wertvolle Impulse für mehr Beweglichkeit und Wohlbefinden geben.
In meiner Praxis in Berlin-Tempelhof begleite ich Sie dabei, die Beweglichkeit Ihres Gewebes zu fördern, Spannungen zu reduzieren und wieder mehr Vertrauen in Ihren Körper zu entwickeln – achtsam, individuell und mit Blick auf den Menschen als Ganzes.
Was das Liedler-Konzept besonders macht
Im Unterschied zu klassischen Narbenbehandlungen arbeitet das Liedler-Konzept mit präzisen manuellen Techniken, die gezielt auf tiefere Gewebeschichten und individuelle Spannungsmuster abgestimmt sind.
Durch den Einsatz von Traktion, Scherkräften und Gelenkintegration werden nicht nur oberflächliche, sondern insbesondere tieferliegende fasziale Strukturen behandelt.
Ziel ist es:
- die natürlichen Gleitschichten im Gewebe wiederherzustellen
- Spannungen abzubauen
- die Beweglichkeit dreidimensional zu verbessern
- das körperliche Gleichgewicht zu unterstützen
- Schmerzen zu reduzieren
Das Liedler-Konzept kombiniert:
- behutsame manuelle Techniken
- Arbeit in tieferen Gewebeschichten – ohne Überforderung
- eine nervensystemfreundliche Herangehensweise
- individuelle Anpassung an Ihr Tempo und Ihre Bedürfnisse
Sie behalten dabei jederzeit die Kontrolle – nichts geschieht gegen Ihr Empfinden.
Die Enststehung des Liedler-Konzepts
Michaela Liedler (Osteopathin in Wien) hat diesen Ansatz über viele Jahre hinweg entwickelt und verfeinert – basierend auf eigener Betroffenheit, fundierter Ausbildung und intensiver Praxiserfahrung.
Heute verbindet das Konzept wissenschaftliche Erkenntnisse mit therapeutischer Erfahrung und wird sowohl in der Behandlung als auch in der Weiterbildung erfolgreich angewendet.
